Projekt Fragen auf dem Tisch_Symbolbild

Projekt «Fragen, die auf dem Tisch sind»   

Allgemeine Informationen:

Wir teilen an dieser Stelle Fragen, die im Frühjahr 2016 bei drei Anlässen «Auf den Tisch. Miteinander essen und Fragen teilen» gesammelt und während knapp einem Jahr nach und nach in unserem Pfarreizentrum Limi veröffentlicht wurden.

Die Fragen eines Themengebietes (theologische, kirchliche und persönliche Glaubensfragen) waren jeweils für etwa sechs Wochen sichtbar, dann wechselt das Themengebiet.

Weiterhin finden Sie hier thematisch passende Beiträge, Impulse und Literaturhinweise; im Pfarramt kann Literatur zu allen Themengebieten ausgeliehen werden.

Die Themengebiete und Fragen wurden sporadisch in den Sonntagsgottesdiensten und bei einem anschliessenden Predigtgespräch aufgenommen.

Auf einer Stellwand im Foyer der Limi konnten Pfarreimitglieder sich mit eigenen Gedanken, Fragen und Antworten beteiligen.

1. GOTT UND DIE MENSCHEN (Rubrik «Theologisches»), 27. Mai bis 1. Juli 2016

Braucht Gott die Menschen? Oder brauchen die Menschen Gott?

Was wäre die Menschheit ohne irgendeine Religion?

Gott allmächtig? Was heisst das?

Wie – wann – wo zeigt Gott seine Macht, übt Gott seine Macht aus?

Ist Gerechtigkeit ein rein menschliches Konzept?

Leid in der Welt: Weshalb lässt Gott eine mörderische IS zu?

 

Literaturtipps:

Johannes B. Brantschen, Warum lässt der gute Gott uns leiden?

Dorothe Sölle, Es muss doch mehr als alles geben. Nachdenken über Gott

Eugen Drewermann, Wozu Religion? Sinnfindung in Zeiten der Gier nach Macht und Geld

 

Manchmal kennen wir Gottes Willen (Kurt Marti)

1. Manchmal kennen wir Gottes Willen, manchmal kennen wir nichts.

Erleuchte uns, Herr, wenn die Fragen kommen.

 

2. Manchmal sehen wir Gottes Zukunft, manchmal sehe wir nichts.

Bewahre uns, Herr, wenn die Zweifel kommen.

 

3. Manchmal spüren wir Gottes Liebe, manchmal spüren wir nichts.

Begleite uns, Herr, wenn die Ängste kommen.

 

Gottesdienst-Texte vom 26. Juni 2016: Gott und die Menschen_Einleitung und Predigt

 

2. MEIN PERSÖNLICHER GLAUBENSWEG (Rubrik «Persönliches»), 2. Juli bis 12. August 2016

Was ist der Sinn des Lebens?

Was ist Gerechtigkeit?

Welche Möglichkeiten habe ich, meinen Weg zu beeinflussen?

Wohin führt mich der Weg?

Was kann man noch alles erwarten?

Gehen wir in eine gute Richtung?

Wie erreiche ich ein erfüllltes Leben?

Früher durfte ich ganz selbstverständlich sagen «ich bin katholisch». Warum muss ich z.B. im Beruf heute zuerst abtasten, ob ich überhaupt etwas zum Glauben äussere?

Wie gebe ich den Glauben weiter?

Wie sinnvoll ist es wirklich zu fragen – sollte ich mich nicht besser im Vertrauen üben/darin wachsen?

«Ihr seid zur Freiheit berufen – nutzet sie zum Dienst und zur Liebe untereinander.» Was heisst das für mich? Für unsere Gemeinschaft?

 

Literaturtipps:

Margot Kässmann, Wurzeln, die uns Flügel schenken

Richard Rohr, Wer loslässt wird gehalten

Richard Rohr, Das wahre Selbst. Werden wer wir wirklich sind

Henri Nouwen, Wenn dein Herz nach Hause kommt

 

Praktische Anregungen:

Geistliche Begleitung und Exerzitien sind eine Möglichkeit, sich bewusst Zeit für die Reflexion und Vertiefung des eigenen Glaubens und der persönlichen Beziehung zu Gott zu nehmen:

www.geistliche-begleitung.ch

www.exerzitien.ch

Eine Buchvorstellung, die nicht nur zum Lesen des Buches, sondern auch zu spiritueller Biographierarbeit ermuntert:

www.feinschwarz.net/ich-werde-also-bin-ich-biografiearbeit-spirituell/#more-4017

 

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Wenige Menschen ahnen, was Gott auch ihnen machen würde, wenn sie sich nur ganz seiner Führung anvertrauten.

Ignatius von Loyola

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3. KIRCHE ALS INSTITUTION (Rubrik «Kirchliches»), 13. August bis 30. September 2016

Brauchen wir eine Kirche als Institution oder genügt der Glaube?

Kirchenverständnis (Gegensatz Religion – Kirche)

Braucht es Kirche oder genügt der Glaube?

Braucht es die Kirche oder nicht?

Kann oder soll unsere Kirche an die heutige Zeit angepasst werden?

Kann sich die Kirche an die heutige Zeit anpassen?

Woran liegt es, dass immer mehr Leute nichts mehr mit der Kirche zu tun haben wollen?

Weshalb wenden sich immer mehr Menschen von der Kirche ab?

Keine Innovationskraft der kath. Kirche?

 

 

Literaturtipps:

Martin Werlen, Heute im Blick. Provokationen für eine Kirche, die mit den Menschen geht

Leo Karrer, Weil es um den Menschen geht. Die Wunden der Kirche und ihre Heilung

Thomas von Mitschke-Collande, Schafft die katholische Kirche sich ab?

 

Einige interessante Links:

Zwei aufeinander bezogene Aufsätze, die das Thema vertiefen:

http://www.sankt-georgen.de/verschiedenes/ehemalige/Ntima_unueberwindbareWirklichkeit.pdf

http://www.sankt-georgen.de/verschiedenes/ehemalige/Brockmann.pdf

 

NDR-Debatte «Wozu Kirche – Glauben kann ich auch allein» mit verschiedenen Online-Beiträgen:

http://www.ndr.de/kultur/kulturdebatte/NDR-Debatte-Wozu-Kirche-Glauben-kann-ich-auch-allein,wozukirche100.html

 

Eine interessante, z.T. anspruchsvolle, Radiosendung rund zu einem Kongress «Relevanz und Mehrwert – Wozu braucht Gesellschaft Kirche?»: http://www.domradio.de/audio/wozu-braucht-gesellschaft-kirche-kongress-strategie-und-entwicklung-kirche-und-gesellschaft

 

Für theologisch Interessierte: In den Texten von Papst Franziskus auf Spurensuche der Kirchenentwicklung:

www.feinschwarz.net/exodus-statt-exitus/

 

Predigt vom 25. September 2016: Bruder Klaus und die Kirche_Predigt

 

4. GLAUBE & NATURWISSENSCHAFT (Rubrik «Theologisches»), 30. September bis 4. November 2016

Schöpfung-Kirche-Bibel-Gott – wie passt das zusammen? 

Steht die Evolution immer noch im Widerspruch zur Kirche?

Der Glaube an einen Gott war nicht immer da. Es brauchte eine Entwicklung vom/im Gehirn des Affen bis zu den Menschen. WARUM entwickelte sich das Gehirn so, dass darin die Vorstellung von Gott entstehen konnte?

 

Literaturtipps:

Hans-Peter Dürr, Geist, Kosmos und Physik. Gedanken über die Einheit des Lebens

Andreas Losch, Frank Vogelsang (Hg.), Wissenschaft und die Frage nach Gott. Theologie und Naturwissenschaften im Dialog

Lorenz Marti, Eine Handvoll Sternenstaub

 

Einige interessante Links:

Naturwissenschaft und Glaube – Ein Diskussionsprojekt der Evangelischen Akademikerschaft Deutschland:

http://www.kernfragen-des-glaubens.de/4-naturwissenschaft-und-glaube/

 

Wissenschaft vs. Gott (NZZ, 2007):

http://www.nzz.ch/wissenschaft-vs-gott-1.559193

 

Gott vs. Wissenschaft. Woran Naturforscher glauben (Michael Odenwald, Focus, 2011):

http://www.focus.de/wissen/weltraum/odenwalds_universum/tid-20873/gott-vs-wissenschaft-woran-naturforscher-glauben_aid_585443.html

 

Dossier «Was wir glauben – Religion und Theologie heute»: Glaube und Wissenschaft ergänzen sich (Uni Zürich):

http://www.kommunikation.uzh.ch/dam/jcr:ffffffff-fa22-5a00-0000-000034159e96/Magazin-2010-4-38.pdf

 

5. VERGÄNGLICHKEIT & TOD (Rubrik «Persönliches»), 5. November bis 9. Dezember 2016

Die Vergänglichkeit (Endlichkeit) des Seins – was bleibt? 

Wie kann ich mich auf das Sterben vorbereiten?

Sterben – Leben nach dem Tod?

Wie bereite ich mich darauf vor?

Wie begleite ich andere?

Was kommt nach dem Tod? Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Sich als Christ/in «fühlen» und keine Vorstellung von Auferstehung haben?

Die Angst vor dem Sterben (Fegefeuer, Hölle...)?

 

Literaturtipps:

Johannes B. Brantschen, Leben vor und nach dem Tod. Die Hoffung der Christen

Klara Obermüller, Weder Tag noch Stunde. Nachdenken über Sterben und Tod

Monika Renz, Hinübergehen. Was beim Sterben geschieht

 

Veranstaltungshinweise und interessante Links:

Noch mal leben vor dem Tod – eine Ausstellung über das Sterben in Zürich (bis zum 18. November):

www.noch-mal-leben-zuerich.ch

 

Vom Sterben erzählen – Schwerpunktreihe der Paulusakademie im Herbst 2016:

www.paulusakademie.ch/programm/?eid=247246&event-title=VOM+STERBEN+ERZÄHLEN+–+30.11.2016

 

Macht der Tod Sie wütend? Ein Psychologe und ein Medienwissenschaftler streiten über die Vergänglichkeit des Menschen (Die Zeit, 11.Sept. 2014):

www.zeit.de/2014/38/vergaenglichkeit-tod-schulz-von-thun-poerksen

 

Ein Kurzfilm über die Arbeit des Trauerbegleiters Fritz Roth und das von ihm gegründete «Haus der menschlichen Begleitung» in Bergisch Gladbach/D:

https://www.youtube.com/watch?v=00Oy10ztDr0

(Fritz Roth verstarb Ende 2012 im Alter von 63 Jahren an Lungenkrebs.)

 

Ein ungewöhnliches(?) Projekt, um miteinander über den Tod ins Gespräch zu kommen – in verschiedenen Ländern und auch in Zürich zu Hause:

http://deathcafe.com/deathcafe/1034/ 

 

6. CHRIST/IN-SEIN IN DER WELT VON HEUTE (Rubrik «Kirchliches»), 9. Dez. 2016 bis 20. Januar 2017

Was können wir machen, dass das Wichtige des Christentums (was?) den Weg in den Alltag der Menschen findet?

Das Christentum hat auch bei uns in vielen Familien «Geschirr zerschlagen»; viel Rigorismus hat Unglück gebracht. Wo liegt das Befreiende und Unterstützende unserer Religion (abgesehen von der Gemeinschaft vor Ort)?

Woran können männliche Jugendliche andocken? Wo können sie bei Christen Vorbilder finden, die heute noch zählen?

Jesus kommt vielleicht noch an. Aberden Christus heute verkünden, ist herausfordernd. Wie damit um- und weitergehen?

Müssen wir uns nicht stärker um die Vernetzung der Jesusnachfolge bemühen als um die Erhaltung katholischen Brauchtums?

Welchen Beitrag kann das Christentum an den Weltfrieden leisten?

 

Literaturtipps:

Wolfgang Pauly, Abschied vom Kinderglauben

Klaus Müller, Dem Glauben nachdenken

Eberhard Schockenhoff, Die Bergpredigt. Aufruf zum Christsein

Interessante Links:

Ein Artikel in der «Welt am Sonntag» Hans Küng (2003): https://www.welt.de/print-wams/article87853/Warum-heute-noch-Christ-sein.html

Was ist heute christlich? 95 Aussagen... (Die Zeit online, 10. Nov. 2016): http://www.zeit.de/2016/45/christentum-glaube-95-thesen-reformationstag-martin-luther/komplettansicht

Meinrad Limbeck, Was Christsein ausmacht. Jesu Botschaft in heutiger Zeit: https://www.dioezese-linz.at/dl/OoprJKJLknkJqx4lJK/Was_Christsein_ausmacht.pdf 

7. GOTT(ESBILDER) (Rubrik «Persönliches»), 20. Jan. bis 10. März 2017

Gibt es Gott?

Gott, immer unbegreiflicher und unfassbarer – wie soll ich dich da lieben?

Oft kommt mir Zweifel an die Liebe Gottes zu glauben!?!

Wie stelle ich mir Gott vor?

Was kommt nach/mit/anstelle des personalen Gottesbildes?

Was mache ich mit dem biblischen Gottesbild?

Wie damit umgehen, wenn das biblische Gottesbild vom Du-Gott für mich zu eng/zu klein/zu menschlich ist?

Wenn die christliche Vorstellung von Gott als DU ins Wanken kommt und Gott plötzlich vielmehr dazwischen ist. Gott – das Du und/oder die Kraft oder...? Was tun?

Wie umgehen mit dem Wandel des Gottesbildes «Gott, der für die Welt verantwortlich ist» hin zum «Gott, der/die das Gute für Welt und Menschen möchte, aber den Menschen in der Verantwortung lässt?» -> Konsequenzen?

Wie damit umgehen, wenn man/ich an Gott glaube und der Halt trotzdem fehlt? Was «stimmt» nicht?

 

Literaturtipps:

Karl Frielingsdorf, Gottesbilder. Wie sie krank machen – wie sie heilen

Tomás Halík, Ich will, dass du bist. Über den Gott der Liebe

William Paul Young, Die Hütte. Ein Wochenende mit Gott

 

Interessante Links:

Was sagt mir Gott? – Eine Aktion von Christ in der Gegenwart: www.christ-in-der-gegenwart.de/aktion

25 Antworten auf eine unbeantwortbare Frage: Was ist Gott? (Süddeutsche Zeitung, 6. Januar 2017): http://www.sueddeutsche.de/bayern/religion-antworten-auf-eine-unbeantwortbare-frage-1.3320597

Modernes Gottesbild. Zu wem beten die da?, Karen Armstrong (Zeit online, 24. Juni 2010): http://www.zeit.de/2010/26/Modernes-Gottesbild

Die Blinden und der Elefant. Ein buddhistisches Gleichnis und Gedanken eines evangelischen Pastors zum christlichen Gottesbild: http://static.evangelisch.de/get/?daid=cQ9MkZ30nk58gKHGG6dqNEhE00052413

8. JESUS (= CHRISTUS?) (Rubrik «Theologisches»), 10. März bis 21. April 2017

Ist Jesus als Vorbild auch erstrebenswert, wenn es Gott nicht gibt?

Lassen sich Gott und Jesus heute trennen?

Wer war Jesus wirklich?

Warum sind ihm die Leute gefolgt?

Warum musste Jesus am Kreuz sterben?

 

Literaturtipps:

Gerd Theissen, Der Schatten des Galiläers. Historische Jesusforschung in erzählender Form

Dorothe Sölle, Luise Schottroff, Jesus von Nazareth

Reza Aslan, Zelot. Jesus von Nazareth und seine Zeit

Helmut Fischer, Der Auferstehungsglaube

 

Interessante Links:

Interview mit Prof. Gerhard Lohfink «Ist Jesus Christus an Ostern wirklich auferstanden?» (Merkur 2015): https://www.merkur.de/welt/jesus-christus-auferstehung-ostern-interview-gerhard-lohfink-3482309.html

 

«Ich glaube nicht, dass ich auferstehe». Wenn der 89-jährige Berner Pfarrer Kurt Marti über den österlichen Tod von Jesus am Kreuz spricht, hat er seinen eigenen Tod vor Augen.  (Berner Zeitung 3. April 2010): http://mobile2.bernerzeitung.ch/articles/5586fd4b87da8b2be7000001

 

«Christ sein – ja, sich zu Christus bekennen – nein?» Manches notwendige Wort kommt uns nur schwer über die Lippen, Prof. Dr. Wolfgang Huber (2003-2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland), September 2008 auf Chrismon.de – Das evangelische Onlinemagazin: https://chrismon.evangelisch.de/artikel/2008/wolfgang-huber-christ-sein-ja-sich-zu-christus-bekennen-nein-manches-notwendige-wort--0

 

Jesus – wer war und wer ist das? Ein Diskussionsprojekt der Evangelischen Akademikerschaft: http://www.kernfragen-des-glaubens.de/9-jesus-wer-war-und-wer-ist-das/#Jesus_der_Mensch